Die heutige Erich Kästner Gemeinschaftsgrundschule blickt auf eine seit 1927 andauernde wechselhafte Geschichte zurück. Unser Schulgebäude spiegelt die Veränderungen in Schule nach außen sichtbar wider. Die verschiedenen An- und Umbauten sind nur von außen noch gut zu erkennen.

Am Montag, 7. Februar 1927, erfolgte die feierliche Einweihung der neuen Schule Hembergen / Reckenfeld. Nach diesem offiziellen Akt erhielt die bisher als „Schule Hembergen“ bezeichnete Volksschule den amtlichen Namen „Schule Reckenfeld“.

Als erster Lehrer unterrichtete Adolf Meurer. Durch den starken Zuzug nach Reckenfeld hatte der Schulvorstand der Gemeindevertretung bereits einen Monat später die Einrichtung und Ausstattung eines zweiten Schullokals empfohlen.

Da in der Folgezeit mehr als bis dahin in Greven üblich, Schülerinnen und Schüler der evangelischen Konfession nach Reckenfeld kamen, wurden beide Konfessionen in einem Gebäude unterrichtet. Dies spielte zunächst offensichtlich keine Rolle.

Die im Frühsommer 1928 geführte Diskussion, ob es sich um eine katholische oder evangelische Volksschule handele, führte zur Errichtung einer evangelischen Schule unter dem gleichen Dach. In der Schule Reckenfeld waren folglich zwei Schulen  angesiedelt.

Mit dem Bezug der 1934 im heutigen Ortskern neu erbauten katholischen Volksschule wurde am Standort "Wittlerdamm" die evangelische Volksschule eingerichtet.

Nach Auflösung der Kriegswirren wurde die Schule in den folgenden Jahren wieder als evangelische Volksschule geführt. Im Rahmen der Schulreform wurde 1968 im „katholischen“ Schulgebäude die Hauptschule eingerichtet. Damit wurden wieder Kinder beider Konfessionen, aber noch in zwei Schulformen hier untergebracht.

Erst 1973 wurde das Kapitel "Konfessionelle Schulen" in Reckenfeld geschlossen und die Erich Kästner Schule zur Gemeinschaftsgrundschule. Damit schließt sich hier der Kreis.

Somit ist die Erich Kästner Schule die Schule, die alle Reckenfelder Kinder besuchen. Nicht, wie oft in der Vergangenheit, stehen hier die politischen oder konfessionellen Interessen, sondern die Schülerinnen und Schüler  im Mittelpunkt.